Chemistry4Climate

April 2023

Die Chemie braucht Kohlenstoff. Rund 80 Stakeholder aus Industrie, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft suchten über zwei Jahre nach Wegen und Lösungen, wie die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland bis 2045 treibhausgasneutral werden kann. Die Ergebnisse der Klimaschutzplattform Chemistry4Climate (C4C) wurden nun in Berlin der Politik und Öffentlichkeit vorgestellt.

Im Rahmen von C4C erarbeiteten drei interdisziplinäre Facharbeitsgruppen Lösungswege unter Berücksichtigung veränderter Rahmenbedingungen, neuer Erkenntnisse und unter Integration von Wissen auch außerhalb der Chemie. Fact-Finding diente als wissenschaftliche Basis für die Diskussionen in den Arbeitsgruppen und Gremien und schuf die Grundlage für belastbare Ergebnisse.

Für die Erreichung des Ziels der Treibhausgasneutralität bis 2045 wurden drei Szenarien untersucht:

  • Szenario 1: Fokus auf maximale direkte Stromnutzung
  • Szenario 2: Fokus auf Wasserstoff und PtX-Brenn- und Rohstoffe
  • Szenario 3: Fokus auf Sekundärrohstoffe (Kunststoffabfälle und Biomasse)

Für die Szenarien berechnete DECHEMA u. a. die Strom-, Wasserstoff-, CO2-, Biomasse- und Kunststoffabfallbedarfe sowie die Investitionskosten.

Daraus ließ sich folgende Grundaussage ableiten: Die Chemie braucht Kohlenstoff – je mehr dieser aus Biomasse und Recycling für die Chemie verfügbar ist, desto geringer ist der Bedarf der Chemie an Wasserstoff, Strom und Investitionen.

Aus den Szenarien, Fact-Finding-Ergebnissen, Erfahrungen und Sichtweisen der verschiedenen Stakeholder wurden 33 Thesen in sechs Handlungsfeldern erarbeitet, die auch Empfehlungen an die Politik enthalten.

Dr. Roland Geres (FutureCamp) stellte die Ergebnisse des Chemistry4Climate-Stakeholderprozesses sowie die zu neun Kernbotschaften verdichteten Schlussfolgerungen der C4C-Geschäftsstelle auf der Abschlusskonferenz in Berlin am 26. April 2023 vor.

Downloads

Weitere Informationen zum Projekt und der Abschlusskonferenz erhalten Sie hier auf der Website des VCI.

Das Highlightvideo der Abschlusskonferenz finden Sie hier auf Youtube.

Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) aus Mitteln des Klima- und Transformationsfonds gefördert.

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