Klimaschutzverträge für die Industrietransformation
Februar 2022
In Zusammenarbeit mit Agora Energiewende, ecologic und dem Wuppertal Institut erstellte FutureCamp mit der Studie „Klimaschutzverträge für die Industrietransformation“ einen konkreten Vorschlag zur Industrietransformation. Die Gesamtstudie beschreibt für die deutsche Grundstoffindustrie – Stahl, Basischemikalien, Kalk und Zement – kurzfristig mögliche Schritte, die auf den Pfad zur Klimaneutralität führen.
Die deutschen Klimaziele stellen die energieintensive Industrie vor die Herausforderung bis 2030 jährlich 68 Mio. Tonnen CO2e einzusparen, um ihren Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen von 65 % (ggü. 1990) zu leisten. Tiefgreifende und kostenintensive Umwälzungen stehen in einem Umfeld an, das durch hohen Kosten- und Wettbewerbsdruck gekennzeichnet ist. Klimaschutzverträge (Carbon Contracts for Difference (CCfDs) können hier Investitionsrisiken reduzieren und Anreize setzen, damit energieintensive Prozesse umgestellt und bei zeitnah anstehenden notwendigen Investitionen bevorzugt in kostenintensivere, aber klimafreundliche Anlagen investiert wird.
Um die deutsche Industrie zu einem „grünen“ Leitmarkt mit sicheren Arbeitsplätzen zu transformieren, müssen die zeitlich auf 10 Jahre begrenzten Klimaschutzverträge von politischen Rahmenbedingungen flankiert werden, die vor kostengünstigeren emissionsintensiven Importen aus dem Nicht EU-Ausland z. B. durch einen Grenzausgleichsmechanismus (Carbon Border Adjustment – CBAM) schützen und im Rahmen eines reformierten Europäischen Emissionshandelssystems „Carbon-Leakage-Schutz“ besteht.
Die Studie steht auf der Website von Agora zum Download bereit (Stand Juli 2026).
Agora Industrie, FutureCamp, Wuppertal Institut, Ecologic Institut
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