Emissionszertifikate aus Gülle

27.07.2026

Wie können aus überschüssiger Gülle Emissionszertifikate werden?
Das zeigt ein Pilotprojekt von the better green, die FutureCamp bei der erfolgreichen Validierung unterstützt hat.

Alles begann mit einem Problem im Emsland.
Weil hier regelmäßig die Grenzwerte für Nitrat erreicht wurden, konnten Landwirt:innen ihre Gülle nicht mehr auf die Felder in der Region ausbringen. Damit blieben zwei Optionen: lagern oder abtransportieren. Beide waren mit Kosten und mit Emissionen der besonders klimaschädlichen Treibhausgase Methan und Lachgas verbunden.

Was also tun mit der überschüssigen Gülle?

Hier setzt die Pilotanlage von the better green in Haselünne an. Überschüssige Gülle wird dort aufbereitet, entwässert und weiterverarbeitet. So entstehen hochwertige Produkte wie Phosphorsäure, Huminsäure, Ammonium, Düngekonzentrat sowie Strom aus Biogas. Und nebenbei werden jede Menge Emissionen eingespart.
Doch um aus diesen eingesparten Emissionen ein vermarktbares Klimaschutzprojekt zu machen, fehlte ein entscheidender Schritt: Die Emissionsminderungen müssen nach anerkannten Standards quantifiziert, dokumentiert und unabhängig validiert werden.

Genau dabei hat FutureCamp the better green unterstützt. Von der Erstellung der Projektbeschreibung zur Validierung unter ISO-Standard 14064-2 und der Registrierung bei der International Carbon Registry (ICR) haben wir das Projekt über die letzten Monate begleitet.

Mit Erfolg: Inzwischen ist die Anlage von DEKRA als Klimaschutzprojekt validiert.
Damit ist der Weg für die weiteren Schritte frei. Über die nächsten zehn Jahre können die Emissionsminderungen gemessen, regelmäßig verifiziert und anschließend als Zertifikate vermarktet werden.

Wir freuen uns sehr über diesen erfolgreich absolvierten Meilenstein und darauf, the better green auch zukünftig als verlässlicher Partner zur Seite zu stehen.