Am 06. Januar 2026 wurde der zweite Förderaufruf der Bundesförderung Industrie und Klimaschutz (BIK) im Bundesanzeiger veröffentlicht. Gefördert werden Investitionsvorhaben sowie Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur CO2-armen industriellen Produktion.

Im vom Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) betreuten Modul 1 sind im Rahmen der AGVO die Teilmodule 1 (Investitionen) und 3 (F&E) geöffnet:

  • Förderung von Investitionsvorhaben bis zu 30 Mio. €
  • Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben bis zu 35 Mio. €
  • Zielgruppe: Industrieunternehmen in Deutschland, die durch Investitionen mindestens 40 % ihrer CO₂-Emissionen in der Produktion einsparen
  • Besonders relevant für energieintensive Branchen wie Stahl, Chemie, Glas, Zement, Papier, jedoch branchenoffen


Skizzen können bis zum 28. Februar 2026 eingereicht werden.


Zur Unterstützung bei der Antragstellung bietet das KEI am 27. Januar 2026 von 10 bis 12 Uhr einen digitalen Skizzenworkshop zu Modul 1 (Teilmodule 1 und 3) an. Vorgestellt werden Zeitpläne, Inhalte, Auswahlkriterien sowie Praxisbeispiele.


Die BIK-Förderung bietet dem industriellen Mittelstand eine gezielte Unterstützung bei der Transformation hin zu klimafreundlichen Produktionsprozessen und stärkt zugleich die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Industrieunternehmen.

Das Förderprogramm trägt maßgeblich dazu bei, die nationalen und europäischen Klimaschutzziele im Industriesektor zu erreichen sowie den Produktionshochlauf der notwendigen Transformationstechnologien in Deutschland zu beschleunigen. Die Dekarbonisierung sowie die Speicherung und Nutzung von CO2 sind eng miteinander verbunden. Die Themen werden daher in zwei Fördermodulen einer gemeinsamen Förderrichtlinie umgesetzt. Das Ziel dieser Förderrichtlinie ist es, 40 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente bis 2045 einzusparen.

Mit ihren Industriekunden und Verbänden (s. a. FC-Publikationen) erarbeitet FutureCamp Transformationskonzepte für die Industrietransformation und unterstützt diese u. a. bei der Beantragung von Fördermitteln aus dem Förderinstrument Klimaschutzverträge, das Unternehmen dabei hilft transformative Treibhausgas-Minderungsvorhaben umzusetzen und dem Förderprogramm Transformationskonzepte (BAFA Modul 5).

Mit der Bundesförderung Industrie und Klimaschutz steht ein weiteres Förderinstrument zur Verfügung, das bei Vorhaben zum Tragen kommt, für die die bestehenden bereits genannten Optionen nicht geeignet sind.

Autor: Michael Gollinger
Tags:  FörderprogrammeKlimastrategie


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